Studio für „Verbietet das Bauen“

Studio rundum.

Bereit für Aufnahmen ist das kleine Studio in meinem Büro. Von hinten sieht man die Kamera und eine der Neonröhren. Rechts hinten eine Original-Fassadenplatte der Info Box am Leipziger Platz.

Vielleicht ist der Name „Studio“ ein bisschen hoch gegriffen, aber der Raum neben meinem Büro dient nun in der Tat dazu, Filme für den Blog „Verbietet das Bauen“ herzustellen. Nach einigem Umräumen Weiterlesen

Teddy im Bauverbot-Studio

Teddy mit Mütze

Ein Abrissgegner, der sich für Sanierung einsetzt.

Für den zur Weihnachtszeit auf den Blog gestellten Film Abriss zerstört Heimat durfte der Teddy in dem im Aufbau befindlichen kleinen Studio im Büro Platz nehmen. Zumindest für ein Foto, das dank einer noblen Leuchtröhren-Spende gut ausgeleuchtet war.

Teddy im Studio

Teddy posiert im kleinen „Aufnahmestudio“, das derzeit in meinem Büro entsteht.

Wenn der Umbau abgeschlossen ist, sollen hier kurze Filme entstehen. Wer diese Arbeit für Filme gegen die Bauwut unterstützen möchte, kann nachfolgend flattern oder sich hier über Wege informieren, den Studioaufbau zu unterstützen.

Gespräch mit Rolf-Novy-Huy, Stiftung trias

Er spricht mit ruhiger Stimme, doch in den Inhalten liegt Pfeffer: Rolf Novy-Huy, Geschäftsführer der Stiftung Trias. Hier 24 Sekunden zum neugierig machen:

Das ganze Gespräch in der Reihe „Wahrheit beginnt zu zweit“ ist jetzt auf dem Blog „Verbietet das Bauen“ mit diesem Link zu erreichen.

Bemerkung am 17.12.2013: Man sollte nie Weiterlesen

Beitrag in „Immobilienwirtschaft“, Magazin des „Standard“

 

Immobilienwirtschaft Magazincover

Soeben erschien ein Gastbeitrag dazu, warum es auch für die Immobilienwirtschaft gut wäre, auf das Bauen zu verzichten – in Österreich ebenso wie in Deutschland. Meines Erachtens müsste der große Teil der Branche, die von funktionierenden Städten leben, weil sie Eigentümer von guten Handelsimmobilien sind oder von großen Wohnungsbeständen, sich deutlicher gegen diejenigen positionieren, die durch ihr kurzlebiges Geschäft den anderen und damit den Städten und uns allen schaden. Rücksichtnahme, weil es „Branchenkollegen“ sind, ist hier fehl am Platz, wenn die Werte zerstört werden, auf denen unsere Gesellschaft aufgebaut ist.

In Dangast

Vor dem Bericht zum Vortrag „Verbietet das Bauen“ hier ein paar Eindrücke der Fahrt.

Bild Straße Dangast.

Ankunft in Dangast. Gefühltes Ende der Welt. Am Ende der Straße liegt aber nur der Jadebusen mit dem Wattenmeer.

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„Verbietet das Bauen“ auf der Stadtwandel-Tagung

Was für eine Symbolik: Die Anfahrt zur Tagung der Klimaexperten wurde durch die Folgen jenes rücksichtslosen Kohleabbaus behindert, der den Klimawandel mit verursacht hat. Es gab „Bergschäden“ in Essen, weil alte Stollen unter den Bahnlinien entdeckt wurden und die Strecken abzusacken drohten. So verzögerte sich meine Fahrt zur Stiftung trias in Hattingen, wo ich mit dem Geschäftsführer Rolf Novy-Huy über die Stiftungsarbeit sprach, über das Zusammenleben in Wohnprojekten und den behutsamen Umgang mit Boden. Mehr in Kürze zu hören bei der Gesprächsreihe „Wahrheit beginnt zu zweit“; nun aber ein Blick auf die Tagung Stadtwandel als Chance des Wuppertal Instituts.

Bergschäden

Vom Hauptbahnhof in Wuppertal ging es durch die heruntergekommene Fußgängerunterführung in Richtung Innenstadt. Zukünftig wird dieser Ort vielleicht zu einem Bahnhofs-Center, wie ich auf „Verbietet das Bauen“ schildere. Leider nicht mit der Schwebebahn, sondern wegen Bauarbeiten mit dem Bus ging es zur Tagung, zu Beginn mit Blick auf die abweisende Seitenfront des ECE-Shopping-Centers aus dem Film Stadtwandel in Wuppertal.
Von den vielen Kontakten auf der Tagung hier nur Bemerkungen zu zwei Vorträgen, denn sie verdeutlichen meines Erachtens einige Besonderheiten der Klima-Wissenschaftler und der Planungs-Praktiker aus Politik und Verwaltung.

Versiegeln und Entsiegeln
Stefan Siedentop vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) und der TU Dortmund sagte in seinem Eingangsvortrag zur Schrumpfung von Städten, dass in typischen Gründerzeitvierteln heutzutage nur halb soviel Menschen leben wie in den 1950er Jahren und sogar 80% weniger als zur Gründerzeit um 1900. Weiterlesen

Auf dem Weg zur Stiftung trias

Auf dem Weg zur Stadtwandel-Tagung in Wuppertal mache ich einen Schlenker nach Hattingen und spreche für die Reihe „Wahrheit beginnt zu zweit“ mit Rolf Novy-Huy, Geschäftsführer der Stiftung Trias. Eines ihrer wichtigsten Ziele ist es, den Boden der Spekulation zu entziehen. Die Stiftung besitzt daher Grundstücke, auf denen sie dann Gebäude im Erbbaurecht an soziale und kulturelle Projekte vergibt, etwa für gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten.

Screenshot Stiftung trias

Mehr dazu bei Veröffentlichung des Gesprächs auf dem Blog „Verbietet das Bauen„.

Unterstützung für die Reisekasse per Flattr oder auf folgenden Wegen. Danke!

Futurzwei: Mit Harald Welzer gesprochen haben

Freitag früh hätte ich sagen können: „Heute Abend werde ich mit Harald Welzer gesprochen haben“. Das ist ein Beispiel für das Futur 2, mit dem wir uns vorstellen können, wie wir in der Zukunft zurückblicken werden. Die Stiftung „futurzwei“, die der Soziologe Harald Welzer leitet, kümmert sich genau darum, wie wir später auf die jetzt von uns zu gestaltende Zukunft zurückblicken – werden wir unsere Art zu wirtschaften ändern und das Überleben ermöglichen? Oder werden wir einen so brutalen Klimawandel zulassen, dass es Klimakriege geben wird? Wegen solcher Fragen wollte ich mit Harald Welzer in der Reihe „Wahrheit beginnt zu zweit“ sprechen, in der es bereits ein Gespräch mit dem Architekten Muck Petzet gab.

Zwei Welzer-Bücher

Zufällig kam Harald Welzer dann vor kurzem nach Oldenburg, doch wir konnten unser Gespräch nicht in seinen Terminplan einbauen. Also fuhr ich kurzentschlossen am vorigen Freitag nach Berlin, wo wir im Büro der Stiftung futurzwei miteinander sprachen. In wenigen Tagen wird das Gespräch auf dem Blog „Verbietet das Bauen“ online gehen.

Reisen bildet, so sagt man, aber es kostet auch Zeit. Wer die Reisekasse füttern möchte und damit die Arbeit an diesen Themen unterstützen, der kann nachfolgend flattern oder sich hier über Wege informieren, die Reisekasse zu füllen. Vielen Dank für jeden Beitrag!

Vortrag Daniel Fuhrhop 11.12. in Dangast

VB Vortragsbild

Um „Verbietet das Bauen“ geht es am Mittwoch, den 11.12. in Dangast in der Kuranlage Deichhörn, die nach dem Willen vieler Kommunalpolitiker abgerissen werden soll. Die drei Häuser stammen aus den 1980er Jahren, sind also gerade mal gut 30 Jahre jung, und sollen trotzdem zerstört werden und dazu verkauft werden samt dazugehörigem Kurpark, damit stattdessen ein privater Investor eine Ferienanlage mit 700 Betten bauen darf. Und das Geld aus dem Verkauf des Grundstücks wiederum will der Stadtrat von Varel nutzen, um für 5 Millionen Euro einen Neubau nur wenige Meter entfernt zu errichten. Ein Paradebeispiel für die Bauwut: Schlechtgeredete Altbauten, Verkauf des Tafelsilbers und größenwahnsinniges Neubauprojekt. Das wollen sich viele Bürger nicht bieten lassen und sammelten 2.700 Unterschriften in einem Bürgerbegehren. Nachdem der Stadtrat ein erstes Begehren aus formalen Gründen ablehnte soll er nun einen Bürgerentscheid zulassen, der das ganze Projekt doch noch kippt.

Genau der richtige Anlass, über die Hintergründe der Bauwut zu sprechen. Daniel Fuhrhop ist daher zu Gast im KUNSTraum in der Kuranlage Deichhörn am Mittwoch, den 11.12. um 19.00 Uhr. Näheres zum KUNSTraum hier und zur Bürgerinitiative dort.

Reaktionen auf „Verbietet das Bauen“

Seit knapp einem Monat ist der Blog „Verbietet das Bauen“ nun online. Aus diesem Anlass gibt es hier eine kleine Auswahl der Reaktionen und Resonanzen.

Eine Autorin meines früheren Verlags beglückwünschte mich dazu, gegen den „kapitalistischen Strom“ zu schwimmen. So nett es gemeint ist und so nahe die Vermutung liegt, so möchte ich doch widersprechen: Meines Erachtens wäre es sogar im Interesse großer Teile der Immobilienbranche, wenn wir nicht mehr neu bauen würden, sondern uns um den Erhalt und die Pflege unserer bestehenden Häuser und Städte kümmern. Das müsste nämlich auch das Ziel aller großen Bestandshalter von Wohnungen sein, Weiterlesen

Film zu verschwenderischen Wohnlandschaften

Vor einigen Monaten fiel mir ein Kommentar im Deutschen Architektenblatt auf, in dem Roland Stimpel die verschwenderischen Grundrisse mancher Architekten kritisierte, die nach dem Vorbild der klassischen Moderne von der Wohnküche bis zur Terrasse „fließende Räume“ schaffen. Jeder kennt entsprechende Erdgeschosse von Einfamilienhäusern, wobei auch viele schicke neu gebaute Großstadt-Wohnungen ähnlich großzügig mit dem Platz umgehen. Ganz anders dagegen plante zum Beispiel in den 1920er Jahren der Architekt Bruno Taut in der Berliner Welterbe-Wohnsiedlung Carl Legien, und diesen Gegensatz illustriert der aktuelle Film auf dem Blog zum Bauverbot.

Gespräch mit dem Architekten Muck Petzet online

„Wahrheit beginnt zu zweit“ ist eine neue Gesprächsreihe betitelt, die jetzt auf dem Blog „Verbietet das Bauen“ startet. Auf der Suche nach neuen Wahrheiten und Erkenntnissen um die Notwendigkeit von Neubau spreche ich mit Stadtwandel-Experten.

Auf der Immobilienmesse Expo Real hatte ich Anfang Oktober Muck Petzet kennengelernt, der den deutschen Beitrag auf der letzten Architektur-Biennale kuratiert hatte („reduce, reuse, recycle“). Spontan verabredeten wir ein Gespräch in der darauf kommenden Woche in Berlin und trafen uns am Flughafen Tegel. Das war zeitlich effizient, aber akustisch nicht ganz optimal, was ich beim Zuhören zu entschuldigen bitte. Hier geht es zum Gespräch mit Muck Petzet.

Beitrag in der „Planerin“ erschienen

Im Magazin „Planerin“ des Verbands der Stadt-, Regional- und Landschaftsplaner (SRL) erschien soeben mein Artikel „Warum das Bauen verboten werden sollte“, der auch auf dem Blog zum Bauverbot zu lesen ist. Es ist mir wichtig zu zeigen, dass gute Gründe gegen das Bauen sprechen: die schädlichen Folgen für die Umwelt und die Städte, die oft höheren Kosten des Neubaus im Vergleich zu Umnutzung und Sanierung, und die hinter der Bauwut steckenden Interessen von Lobbygruppen wie Baugewerkschaft und Bauindustrie. Es geht auch ohne Neubau, wenn wir schätzen, was wir bereits haben – unsere Häuser und Städte.

Titelbild Planerin

Gestartet: Der Blog „Verbietet das Bauen“

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, schreibt Hermann Hesse, und so sollten wir – mit seinen Worten – bereit sein zum Aufbruch, und lähmender Gewöhnung uns entraffen.

Auf geht`s also bei Verbietet das Bauen. Danke für das Weiterleiten des Links, fürs Dranbleiben mit Newsletter, RSS-Feed oder Facebook und Youtube, für Unterstützung und Resonanz.

Blog screenshot

„Verbietet das Bauen“ auf der Immobilienmesse

Nachfolgend ein Beitrag von der Expo Real 2013, kurz vor dem Start des Blogs „Verbietet das Bauen“. Von der Expo Real 2014 gibt es hier einige Centerbilder. Zum Thema Immobilien auch ein Beitrag von Ende 2014 zu den Luxemburg Leaks.

Etwas erstaunt schaute Gabriele Stegers, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Hochtief Projektentwicklung, als ich mich Ihr auf der Immobilienmesse Expo Real in München als Vertreter des Blogs „Verbietet das Bauen“ vorstellte. Da hätten wir wohl eher nichts gemeinsam, meinte sie. Doch auf Nachfrage stellte sich heraus, dass bei diesem Unternehmen durchaus Umsatz mit dem Umbau von bestehenden Häusern gemacht wird, es also dort nicht nur um Neubau geht. Wie weit die Gemeinsamkeit reicht, müsste ein zukünftiges Gespräch zeigen – aber der erste Kontakt ist geknüpft, und dazu dient eine Messe.

Messeticket vor Ort

„Verbietet das Bauen“ als Pressevertreter auf der Expo Real 2013.

Wegbereiter bei diesem Kennenlernen war Roland Stimpel, Chefredakteur des Deutschen Architektenblattes, der sich in einem Gespräch ebenfalls nicht der Forderung anschloß, das Bauen zu verbieten. Auch mit ihm ist das letzte Wort noch nicht gesprochen; ebenso mit anderen auf der Messe getroffenen Personen, darunter Thomas Porten von der Immobilien Zeitung und der Architekt Muck Petzet. Aber genug der Namen, es seien von den Gesprächen in München zwei Themen herausgegriffen: Warum gebaut wird, und wo das Geld für die Beschäftigung mit solchen Themen im Blog herkommt.

Warum wird gebaut?
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Auf dem Weg zur Expo Real

Nachdem Webseite, Facebook-Seite und Youtube-Kanal gestartet sind (vergleiche den letzten Beitrag), geht es in Sachen „Stadtwandel in Zeiten des Klimawandels“ nach München zur Immobilienmesse Expo Real. Bewaffnet mit frisch gedruckten Visitenkarten sowie Postkarten mit dem „Verbietet das Bauen“-Logo werde ich erstmals nicht als Architekturverleger dort hinfahren wie in den vergangenen fünfzehn Jahren, sondern als Pressevertreter für den Blog.

Briefpapier Werbakarten mit Bauverbot-Logo

Warum zur Immobilienmesse? Weiterlesen