Gegen den Mythos des unschädlichen Centers geht es in meinem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der „Planerin“ vom Verband der Stadt-, Regional- und Landesplaner SRL.
Im Überblick: Meine Beiträge zu Shopping-Centern.
Gegen den Mythos des unschädlichen Centers geht es in meinem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der „Planerin“ vom Verband der Stadt-, Regional- und Landesplaner SRL.
Im Überblick: Meine Beiträge zu Shopping-Centern.

Auf dem jüdischen Friedhof Czernowitz erinnern die Gräber von Herrn Zwilling und Frau Zuckermann (bekannt aus dem gleichnamigen Film) an die europäisch-habsburgische Vergangenheit der Stadt.
Aus der Ukraine erreichen mich folgende Zeilen von Mykola Kuschnir, Direktor des Jüdischen Museums Czernowitz (vergleiche meinen taz-Artikel Heute das Damals suchen) mit der Bitte, andere über die Lage zu informieren und unsere Politiker dazu zu bewegen, Druck aus Moskau auszuüben, damit es wieder zur Vernunft kommt.
Die Ukraine steht heutzutage vor der Gefahr eines Krieges. Unser engster Freund Russland entpuppte sich plötzlich zu dem Feind, Weiterlesen

Ein Screenshot einer der zahlreichen Informationen auf den Webseiten der Stadt Bottrop zur InnovationCity, ein auf zehn Jahre angelegtes Programm des Stadtumbaus.
Stadtwandel bundesweit: Auch in der Provinz tut sich was, wie der aktuelle Film über Oldenburg zeigt, und natürlich gibt es immer etwas über Berlin zu sagen, etwa zum Tempelhofer Feld, aber zu den wichtigsten Umbauregionen des Stadtwandels in Zeiten des Klimawandels gehört zweifellos das Ruhrgebiet, und hierbei verdient besonders die auf zehn Jahre angelegte InnovationCity Ruhr Bottrop Beachtung. Darum hier eine Ankündigung weiterer Gespräche mit interessanten Partnern, allen voran Weiterlesen
Gut vier Monate nach dem Start des Blogs Verbietet das Bauen und dieser Webseite war es Zeit, die Gestaltung sanft zu überarbeiten. Da es immer mehr Beiträge werden, soll den Lesern der Überblick erleichtert werden. Außerdem hatte diese Startseite der persönlichen Webseite ein etwas zu intensives Eigenleben entwickelt, das hinterher nicht einmal ich selbst verstand. Folgendes sind die wichtigsten Änderungen: Weiterlesen
Das Tempelhofer Feld in Berlin wird nicht bebaut, haben die Bürger am 25. Mai 2014 beschlossen. 2016 gerät dieser Beschluss in Gefahr, wie dieser Beitrag erwähnt.
Nachfolgend Links und ein Überblick zu eigenen Beiträgen zur Diskussion 2014 auf dem Blog „Verbietet das Bauen“.
Es gibt auf dem Blog ein Gespräch mit Felix Herzog von der Initiative Tempelhofer Feld. Weiterlesen
Ein Text zum Blog „Verbietet das Bauen“ jetzt auf der Webseite der Bürgerinitiative gegen ein Shopping-Center in Jena mein Eichplatz.
Im März wird es spannend: Dann startet eine Bürgerbefragung zum Eichplatz-Projekt, deren Ergebnis zwar nicht verbindlich sein wird, aber bei hoher Beteiligung und eindeutigem Ergebnis sicher eine Weiche stellt. Daumen drücken für Jena und gegen das Eichplatz-Center!
Mehr zu Jena in diesem Beitrag, mehr zu Shopping-Centern hier im Überblick.
Überall in Berlin Neubau, zum Beispiel am Leipziger Platz: Das bald zweitgrößte Shopping-Center der Stadt wird gebaut, und die 200 Millionen Euro, die dort dann jedes Jahr ausgegeben werden, fehlen zukünftig den Händlern der Handelsstraßen in den Bezirken und in anderen Städten.

Vom Leipziger Platz aus wird das neue Shopping-Center sich über einen gigantischen Häuserblock erstrecken, durchkreuzt von den centertypischen überdachten Passagen.
Am Leipziger Platz kam ich kurz vorbei auf dem Weg von einem recht kontroversen Gespräch mit Roland Stimpel, dem Chefredakteur des Deutschen Architektenblattes, das bald auf dem Blog „Verbietet das Bauen“ zu hören sein wird. Weiterlesen
Seit ich mich in Vorträgen, Artikeln und dem Blog „Verbietet das Bauen“ gegen die Bauwut engagiere, kommen viele Menschen auf mich zu, die sich gegen ein bestimmtes Bauvorhaben wehren. Grundsätzlich begrüße ich das und ermutige alle, Prestigeprojekten nicht tatenlos zu zusehen, Verschwendung anzuprangern und andere Möglichkeiten als den ständigen Neubau zu suchen. Doch sollte der Widerstand gegen einen Bau nicht dazu führen, nach dem St.-Floriansprojekt auf den nächsten Ort zu hoffen, wo dann gebaut werden kann. Weiterlesen
Für Gespräche und Diskussionen geht es in der kommenden Woche nach Berlin. Zwar wird vorher noch ein Film zu der Frage erscheinen, ob Bauen wirklich überall verboten werden soll, oder ob es nur um die umstrittenen Bauvorhaben wie das Tempelhofer Feld und Prestigeprojekte geht. Dennoch jetzt schon ein Ausblick auf die anstehende Reise. Der erste Stop ist allerdings noch vor Berlin, denn er liegt von Oldenburg aus auf dem Weg : In Braunschweig treffe ich Holger Pump-Uhlmann. Er ist Architekt und arbeitet im Büro alt + neu auch architekturbezogen, doch mein Interesse bezieht sich auf sein Engagement gegen Shopping-Center. So gab er 2006 das Buch Angriff auf die City mit heraus, Weiterlesen

Außer den hier im Bild zu sehenden Dämmstoffen aus Kunststoff, etwa Polystyrol, gibt es auch welche aus nachwachsenden Rohstoffen. Doch zumindest die Annahme, die üblichen Dämmstoffe seien viel zu leicht brennbar, entkräftet Klaus Siegele nun in einem äußerst empfehlenswerten Artikel.
Wenn es um Energiesparen geht, lenken manche Architekturkritiker und Architekten gern ab: Anstatt über die notwendigen Schritte zu sprechen, klagen sie über die Verunstaltung von Fassaden durch nachträglich angebrachte Wärmedämmung. Weiterlesen
Begleitet von Jonas Kyora besuchte ich den Künstler Hannes Waldschütz zu einem Gespräch, das jetzt auf „Verbietet das Bauen“ zu finden ist. Ergänzend hier einige Fotos des Ladenlokals, in dem er Januar und Februar 2014 gut vier Wochen lang kaputte Dinge repariert, die Bürger ihm bringen, sowie einige Links. Weiterlesen
Mein Beitrag „Jena ist überall“ erschien auf dem Portal Jenapolis und ist nun auch auf dem Blog „Verbietet das Bauen“ zu lesen. Jenapolis widmet sich vielen Themen aus Jena, aber auch dem Kampf gegen das geplante Shopping-Center am Eichplatz, gegen das außerdem eine Bürgerinititative angeht. Neben dem Beitrag wird daher auf Jenapolis der centerkritische kurze Film Angriff auf Zittau verlinkt.
Übrigens unterhalten sich die Jenenser in den Kommentaren zum Beitrag auf Jenapolis nun darüber, wo bereits Läden leerstehen – also jetzt, auch ohne 10.000 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche in einem neuen Shopping-Center. Der Abwehrkampf dagegen fällt nicht leicht: Die Investoren wie die Firma OFD oder das kommunale Wohnungsbauunternehmen Jenawohnen haben große Budgets für PR & Marketing pro Center, aber die Centergegner müssen jedes Flugblatt selbst finanzieren.
Zu allen meinen Texten und Filmen zu Shopping-Centern gibt es hier einen Überblick.
Zum Film Platzverschwender vs. Taut auf dem Blog „Verbietet das Bauen“ ging ein Kommentar ein, der auf Michael Braungart verweist und dessen These des „cradle to cradle“, also „von der Wiege zur Wiege“. Demzufolge solle alles so gebaut werden, dass die Materialien nach der Benutzung wieder neu zum Bau anderer Produkte verwendet werden können, und diese Idee kann man auch auf das Bauen beziehen. Weiterlesen

Das Dortmunder Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung berät zweifellos zu wichtigen Fragen des Lebens, doch die beiden Herren auf dem Foto waren vielleicht eher bei der benachbarten „Lebenshilfe“ zu Gast.
Theorie und Praxis von Zersiedelung und Stadtwandel, darum ging es unter anderem im Gespräch mit Stefan Siedentop vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung ILS in der Reihe „Wahrheit beginnt zu zweit“, jetzt auf dem Blog „Verbietet das Bauen“. Doch auch meine Gespräche im Ruhrgebiet spiegelten genau diese beiden Pole wieder, denn nach dem Termin im Forschungsinstitut ILS in Dortmund schloss sich anderntags eine Unterhaltung mit Christina Kleinheins an, die in Bottrop das Stadtplanungsamt leitet. Sie schilderte mir anschaulich, wie die Stadtplanung in der täglichen Praxis mit den unterschiedlichen Interessen in einer Großstadt umgeht und mit den rechtlichen und finanziellen Grenzen. Weiterlesen

Schwarze Schrift und gelbe Farbkleckse zeigt die Webseite des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung ILS in Dortmund.
Zwei Städte im Ruhrgebiet steuere ich für Gespräche an, und alles dreht sich nahezu beispielhaft um Stadtwandel in Zeiten des Klimawandels.
Am Montag geht es zum ILS Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung für ein Gespräch in der Reihe „Wahrheit beginnt zu zweit“ mit dem wissenschaftlichen Direktor Stefan Siedentop. Ja genau, ihn erwähnte ich Weiterlesen
Heute ein Jubelartikel in der Oldenburger Nordwest-Zeitung, demzufolge es dem Handel hier SUPER geht. Im Jubeltext sind zwei verräterische Dinge versteckt:
– Die Kaufkraft fließt nach Oldenburg, wohl wahr. Aber denkt jemand, sie fließe aus dem Nichts hierher, oder leiden nicht eher die Händler bis ins Umland in die kleineren Gemeinden hinein? Was natürlich nicht nur am Center liegt, doch es verstärkt die Zentralisierung genauso wie neue Fachmarktzentren und Discounter.
– Wo Licht ist, da fällt auch Schatten, schreibt der Autor, und bemängelt, dass manche Menschen nun weiter fahren müssen zum nächsten Supermarkt. Die Konzentration in der Mitte ist eben immer das Gegenstück zur Entleerung am Rand.
Ein Konzept soll nun die Entwicklung des Einzelhandels leiten. Tja, ein Konzept gab es schonmal – und wurde dann über den Haufen geworfen, als die Centermacher von ECE kamen.
Nach dem Schreiben dieses Beitrags sendete ich den Link an den zuständigen Redakteur der NWZ, der mich fragte, ob dies als Leserbrief gemeint sei. War es zwar ursprünglich nicht, aber andererseits kann es nicht schaden – und so steht der Beitrag nun als Leserbrief in der Nordwest-Zeitung.
Als ich eben den Film „Angriff auf Zittau“ zu Shopping-Center-Planungen online stellte, kam spontan einige Kritik an der Verständlichkeit der Zitate. Das nahm ich mir zu Herzen, überarbeitete das Video, stellte es auf Youtube neu ein und so sieht man es nun auch auf dem Blog in neuer Fassung von 77 Sekunden. Viel Spaß damit wünscht, aufatmend, Daniel Fuhrhop
Das zwölfte Kapitel im Buch „Verbietet das Bauen!“ widmet sich „lebendigen Städten ohne Amazon und ECE“ und wendet sich auch gegen Shopping-Center.
Für den Blog „Verbietet das Bauen“ gibt es nachfolgend einen Überblick zu verschiedenen Beiträgen, die sich um Center und ihre Folgen drehen – und teilweise auch um andere Formen der Bauwut im Handel. Das Thema beschäftigte mich schon Ende der 1990er Jahre in einer Diplomarbeit bei Harald Bodenschatz zu Shopping-Centern aus betriebswirtschaftlicher und stadtplanerischer Sicht.
Kurz davor wurde in meiner Heimatstadt Wuppertal ein ECE-Center gebaut, und dazu gibt es einen historischen Text von 1996. Von der 2012/13 diskutierten Erweiterung dieses Centers handelt der kurze Film Stadtwandel in Wuppertal. Dazu gab es einen kleinen Text-Nachtrag.
2015 drohen gleich mehrere neue Shopping-Center, Factory Outlet Center, Ikea und Primark im bergischen Center-Dreieck Wuppertal, Solingen und Remscheid. Der Streit zwischen den Kommunen führt zum Krach im bergischen Center-Dreieck.
Und in Duisburg sah es lange Zeit auch nicht besser aus. Doch 2016 eine Wende, um die es unter anderem in diesem Beitrag geht.
Mein Umzug nach Oldenburg 2007 kam leider genau passend dazu, dass auch dort ein ECE-Center eröffnet wurde. Es war angeblich ganz klein, doch seine wahre Größe lässt sich berechnen. Die Folgen zeigten sich dann bald am anderen Ende der Innenstadt.
Zu Oldenburg ein aktueller Nachtrag.
Dieses ECE-Center kriegt nicht genug: 2014 ein Update über unersättliche Center. Und weil das ECE-Center immer noch nicht genug kriegt, folgte 2017 der Text Unersättliche Center Teil 2.
Auch andere große Verkaufsflächen schaden den bestehenden Händlern, zum Beispiel ein neues Gartencenter. Beim Streit darüber wurde 2015 der Begriff „Verkaufsfläche“ merkwürdig verdreht. Ähnlichen Konkurrenz zwischen bestehenden und neuen Handelsflächen gibt es 2017 in Gera bei einem XXXL-Möbelmarkt.
In Jena wurde am Eichplatz ein Center geplant, mit den gleichen Argumenten wie die Centermacher sie immer wieder verwenden – dazu der Text Jena ist überall. Außerdem ein Beitrag bei der Bürgerinitiative mein Eichplatz. Im März 2014 lief der Countdown in Jena.
Ein Bericht zum 2014 eröffneten Center im Bikini Haus in Berlin, und zum womöglich bald größten Shopping-Center der Stadt, der am 24.9.2014 eröffneten Mall of Berlin.
Ein erfolgreiches Bürgerbegehren gegen ein Shopping-Center in Bonn, doch Karstadt-Investor Benko bedroht Bonn unter anderem durch Leerstand in den Gebäuden in seinem Eigentum. Den Protest der Bürgerinitiative beschreibt – ebenso wie einen Blog in München gegen ein Benko-Projekt – dieser Text.
Fast so groß wird das Überseequartier, neues Center in der HafenCity Hamburg.
Filme und Bilder
Ein Kurzfilm zum Angriff auf Zittau. Ein Hinweis auf einen schönen Film zu den Rückseiten von Shopping-Centern in Duisburg. Die Nachricht vom 1.4. zur MIPIM-Ehrung für Stadtzerstörung an den Kö-Bogen Düsseldorf. Und ein 60-Sekunden-Film zur Center-Rückseite von Libeskind.
Von der Immobilienmesse Expo Real 2014 einige Bilder neuer Shopping-Center.
Grundsätzliche Argumente
im Text Der Mythos des unschädlichen Centers, darunter eine Entkräftung des Irrglaubens, Factory-Outlet-Center (FOC) seien irgendetwas anderes und darum weniger schlimm. Dazu passt die Buchbesprechung zu Factory Outlet Center – ein neuer Angriff auf die City. Schließlich ein Hinweis auf eine gemeinsame Erklärung von FOC-Gegnern.
Nachrichten der „Immobilien Zeitung“ im Sommer 2014 erklären einiges über die Finanzströme hinter Shopping-Centern und sprechen die Umwandlung der Kaufhäuser an.
Nicht zuletzt: Der Architekt, Immobilienunternehmer und Städteplaner Walter Brune im Gespräch auf dem Blog. Er entwickelte einst das Rhein-Ruhr-Zentrum und wurde dann zum Gegner großer Shopping-Center. Ergänzend einige Buchtipps auf der Webseite.
Der Online-Handel ist ein zusätzlicher Grund, keine neuen Handelsflächen zuzulassen – wie im Beitrag zu Multi-Channel als Denkmalschutz ausgeführt.
Alternativen für Stadtzentren: Um das Modell eines „Zentrumsmanagements“ nach Vorbild des Centermanagements, aber ohne Shopping-Center, geht es auf dem Blog in diesem Beitrag.
Wer meine Tätigkeit gegen Shopping-Center unterstützen möchte, kann nachfolgend flattern oder sich hier über Wege informieren, zu helfen. Vielen Dank!
Vor kurzem hatte ich in einem kurzen Film den Kontrast von Abbau vs. Neubau in Wilhelmshaven angesprochen, wo die Kunsthalle von Schließung bedroht ist, während gleichzeitig im Stadtmarketing von der Neugründung eines Pumuckl-Museums gesprochen wird.
Dazu passt die aktuelle Meldung aus Dessau: Am Anhaltischen Theater sollen die Sparten Schauspiel und Ballett eingespart werden. War da nicht was? Ach ja: Stadt und Land planen, ein Bauhaus-Museum in Dessau neu zu bauen, für satte 25 Millionen Euro, wie zum Beispiel die Mitteldeutsche Zeitung berichtet.
Obendrein sei daran erinnert, dass derzeit in Berlin und den neuen Ländern gleich drei Bauhaus-Museen oder Erweiterungsbauten geplant werden, wie in einem weiteren Film auf dem Blog angesprochen wird: 90 Millionen Euro für Neubau von Kultureinrichtungen, für deren Betrieb dann später wieder kein Geld da sein wird.

Schriften aus dem Ruhrpott: Das Buch zur „Architektur in Essen“ links wird unten im Text vorgestellt. Die Stadt Gelsenkirchen veröffentlicht in der Broschürenreihe „Stadtprofile“ erfreulicherweise neben Werkssiedlungen und Backsteinbauten auch ein Heft zur Architektur der 1950er Jahre.
Bevor es bei diesem Reisebericht um die Tagung zur Umbaukultur geht (der Vorbericht war hier), ein Buchtipp als weiteres Ergebnis der Fahrt ins Ruhrgebiet: In zwei Bänden kann man sich einen hervorragenden Überblick zur Architektur in Essen verschaffen. Weiterlesen
In diesem Monat ging Unterstützung für den Blog „Verbietet das Bauen“ mit Flattr, durch Überweisung und nun erstmals per PayPal ein. Für alle Beiträge ein herzliches Dankeschön! Es handelt sich bei Flattr um Beträge von zusammen einigen Euro und bei Überweisung oder PayPal um knapp zweistellige Summen. Alle noch so kleinen Beiträge addieren sich, und ebenso wichtig: Es geht nicht allein um das Geld, sondern die Förderer ermutigen mich, weiter mit Texten und Filmen gegen die Bauwut zu arbeiten. Wer sich fragt, warum ich überhaupt um Unterstützung bitte, der sei auf den Ausblick zum Stadtwandel 2014 verwiesen oder auf die Seite zum Helfen. Kurzgefasst: Nach dem Verkauf meines Architekturverlags habe ich zwar nicht ausgesorgt, bekam aber den Mut, mich nun unabhängig von jeglichen Institutionen und Unternehmen mit dem schier unaufhörlichen Neubau zu beschäftigen und in Gesprächen und Beiträgen zu erforschen, was die Gründe sind und wie wir es ändern können. Wer das fördert, der zeigt zum einen, dass er auch online publizierte Artikel, Podcasts oder Filme wertschätzt. Zum anderen hilft er mir dabei und ermuntert mich dazu, weiter auf diesen Wegen den „Stadtwandel in Zeiten des Klimawandels“ zu untersuchen, dafür zu Tagungen und zu Fachleuten zu fahren und die Ergebnisse kreativ umzusetzen. Ich verspreche, mich weiter ernsthaft und manchmal unterhaltsam dafür einzusetzen und immer wieder hier oder auf dem Blog in der Kategorie „Innehalten“ darüber zu berichten.
Wer sich gegen Neubau wendet, muss sich mit dem Umbau beschäftigen, und darum fahre ich zur Konferenz „Umbaukultur“ am 24.1. in Gelsenkirchen (die bereits ausgebucht ist). Zur Einstimmung landet auf meinem Blog „Verbietet das Bauen“ ein kurzer Film zu Abbau vs. Neubau in Wilhelmshaven.
Die Konferenz wird von der nordrhein-westfälischen Landesinitiative Stadtbaukultur organisiert, und das stimmte mich eigentlich skeptisch, denn der Begriff „Baukultur“ erscheint mir arg schwammig und wird nicht immer mit Leben gefüllt. Doch diesmal sieht es vielversprechend aus, denn die Konferenz beschäftigt sich Weiterlesen
Zwei gute Nachrichten im Kampf gegen die Bauwut:
– In Essen haben die Bürger gegen ein 123-Millionen-Projekt zum Ausbau und Neubau der Messe gestimmt, worüber zum Beispiel die WAZ und das Handelsblatt berichten,
– in Berlin dürfen alle nun abstimmen, ob das Tempelhofer Feld 100% erhalten und von Neubau frei bleibt. Doch das reicht nicht: erhalten wir Berlin zu 100% – dazu auf dem Blog „Verbietet das Bauen“ nun ein 120-Sekunden-Film.
Am Montag klingelte es am Telefon und Gegner eines Shopping-Centers aus Jena meldeten sich, vernetzt unter anderem auf der Online-Plattform Jenapolis. Der Eichplatz im Herzen der Stadt soll mit einem Shopping-Center bebaut werden. Rund 10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche würden rund 30 Millionen Euro jedes Jahr von anderen Läden wegnehmen – wenn sich nicht die Gegner der Bürgerinitiative mein Eichplatz durchsetzen.
Am Dienstag dann ein Anruf, bei dem es anfangs um ein ganz anderes Thema ging: Die IG Bauernhaus mit 6.000 Mitgliedern kümmert sich um das historische Erbe, das mit den alten Häusern verbunden ist. Dabei geht es auch um den Erhalt der Kulturlandschaft, die Häuser und Natur bilden. Und weil Altbauten den Neubau-Fetischisten immer wieder im Weg stehen, landeten wir dann plötzlich erneut beim Kampf gegen ein Shopping-Center: In Zittau sollen für ein „Fachmarktzentrum“ gleich 13 alte Häuser abgerissen werden. Wenn sich nicht auch hier die Bürger wehren, wie in der Bürgerinitiative. Sie haben sich mit anderen Centergegnern vernetzt – auch auf Facebook – die in Bautzen, Görlitz und Hoyerswerda gegen Center kämpfen.
Nicht am Telefon, sondern per E-Mail wurde ich am Donnerstag auf ein neu gestartetes Online-Magazin rund um Architektur und Bauen von frei04 Publizistik aufmerksam. Und im Feed von urbanophil stieß ich auf das Nospolis-Symposium in Wuppertal zu den Commons, gemeinschaftlich genutzten Gütern. Dort spricht unter anderem die Buchautorin Silke Helfrich, die den commonsblog betreibt – und die in Jena lebt und ein Profil bei Jenapolis vorweisen kann.
Man sagt, der Kapitalismus gehe über Leichen – mehr jetzt bei den Bauverbot-Nachrichten.
Die im Film genannten Quellen:
– Doris Grove-Mittweide schreibt am 31.12.2013 in der Nordwest-Zeitung über den Friedhof der St. Nikolai-Kirche Edewecht.
– Die dpa-Meldung zur angespannten Lage der Brandenburger Museen entnahm ich zwar der Berliner Zeitung, aber online steht sie so ähnlich in der Schweriner Volkszeitung.
– Leider steht der Beitrag „Akademischer Kapitalismus“ von Wolfgang Kemp aus der Süddeutschen Zeitung vom 4.1.2014 nicht online. Aber einige Zeilen dazu und ein Link zum FAZ-Artikel über das Magazin „Baffler“, auf das Kemp eingeht, finden sich bei Wissen bloggt.