Auf nach Bremerhaven

Flugdach Wulsdorf

Markantes Zeichen der Sanierung in Bremerhaven Wulsdorf: die Flugdächer, baulich ganz einfach gemachte Pultdächer mit Holzträgern, die aber durch ihren deutliches Auskragen ein Zeichen setzen – hier ist Wulsdorf, hier ist der Stadtumbau.

Wenn ich morgen nach Bremerhaven fahre, dann kommt mir in den Sinn, dass es ohne meine Kontakte dort den Blog „Verbietet das Bauen“ vielleicht nicht geben würde. Noch als Verleger lernte ich mit der Stäwog Bremerhaven eine Wohnungsgesellschaft kennen, die sich sehr engagiert um ihre Mieter kümmert. „Stadtumbau“ in der „Sozialen Stadt Wulsdorf“ war nicht allein ein Projekt zum Sanieren und Energiesparen, sondern es war den Beteiligten wichtig, mit den Menschen zu arbeiten. Schon deswegen kam Abriss nicht in Frage, obwohl es sich um bescheidene Nachkriegsbauten handelte. Stattdessen sanierten Architekt Hans-Joachim Ewert und der damalige Geschäftsführer Christian Bruns die Siedlung mit rund 300 Wohnungen behutsam. Auch die Energie- und Kostenbilanz musste stimmen, wie ich hier beschrieben habe. Wir gaben gemeinsam eine Publikation heraus und veranstalteten im Herbst 2011 eine Tagung zum „Stadtwandel in Zeiten des Klimawandels“, und es war Architekt Hans-Joachim Ewert, dem ich irgendwann einen kurzen Text von mir namens „Verbietet das Bauen“ zum Lesen gab. Er war so Weiterlesen

„Verbietet das Bauen“ in Darmstadt

Darmstadt Reiserechnungen

Dem geistigen Ertrag der Reise nach Darmstadt (zu lesen auf „Verbietet das Bauen“) stehen wirtschaftliche Ausgaben gegenüber: 130 Euro netto für die als Pressevertreter ermäßigte Kongressgebühr, 108,11 Euro für zwei Übernachtungen, macht 248,11 Euro netto.

Ausgerechnet am Tag nach dem Aufstieg des SV Darmstadt 98 in die zweite Liga reiste ich dort an, gerade rechtzeitig also zur Party in der ganzen Stadtmitte. Auf dem idyllischen Marktplatz tummelten sich hunderte oder tausende Darmstädter in blauen Aufstiegsshirts, und zuweilen stimmten die in einem der Cafés in der warmen Abendsonne sitzenden Fans einen Gesang an, der sich dann von Café zu Café über den gesamten Platz ausbreitete. So soll eine lebendige Stadtmitte sich anfühlen.

Eine Viertelstunde mit der Tram führte zum Hotel im Stadtteil Arheilgen und am kommenden Morgen wieder zurück, zum db-Suffizienzkongress. Einige dort gehörte Beispiele vom „Weniger“, von weniger bauen und weniger Flächenverbrauch, mündeten in einen Beitrag auf dem Bauverbot-Blog.

In der Mittagspause dann, untermalt von klapperndem Geschirr, ein Gespräch mit Uwe Schneidewind vom Wuppertal Institut für Weiterlesen

„Verbietet das Bauen“ beim db-Suffizienzkongress

screenshot db Suffizienzkongress

Eben zurück aus Bonn vom „Zukunft Bau Kongress„, geht es jetzt nach Darmstadt zum db Suffizienzkongress. Ein ähnliches Thema: Beidesmal beschäftigen sich Experten rund um Bauen und Architektur nun mit Klimazukunft und der Frage, wie wir in dieser klarkommen werden. Einfach mal weniger bauen und weniger verbrauchen wäre eine Antwort. Wie wir das beim Bauen schaffen, müsste im Detail erforscht werden, so meine Weiterlesen

Stadtwandel in Bonn

WCCB Baustelle Bonn

Fast ironisch, dass der Kongress zur Zukunft des Bauens beim „World Conference Center Bonn“ stattfand, einem der prominentesten Bauskandale Deutschlands.

Zurück von der Tagung „Zukunft Bau“, wie angekündigt, bringe ich einige Gedanken mit, die vermutlich am Montag auf „Verbietet das Bauen“ landen werden – und einige Fotos, denn die Fahrt nach Bonn war teilweise eine Tour zu Skandalbauten und Prestigeprojekten.

Just heute stand in der Presse, Weiterlesen

Zum „Zukunft Bau“-Kongress nach Bonn

Alte Fassade

So sieht die Zukunft des Bauens meiner Meinung nach aus: Die alten zu sanierenden Häuser sind die Aufgabe, vor der unsere Bauwirtschaft steht.

Auf dem Weg zu einer Tagung am 13./14. Mai in Bonn, bei der man unser Bauministerium loben muss: Beim Thema „Zukunft Bau“ geht es nämlich auch darum, wie zukunftsfähig Bauen überhaupt ist, und Referent Thomas Auer titelt „Weniger ist Zukunft“, Architekt Lederer spricht in ähnlichem Sinne über „Die Zukunft der Vergangenheit“. Der zweitägige Kongress wird genau gesagt vom heutigen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) veranstaltet, gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) . Andere Teile des Programms widersprechen allerdings ein wenig dieser generellen Debatte, denn Weiterlesen

Zurück aus Tübingen

Tübingen Altstadt

Das Erdgeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses in Tübingens Altstadt.

Nicht zufällig hier zuerst ein Bild aus der Altstadt Tübingens, auch wenn der Anlass meiner Fahrt das Französische Viertel war, also ein neu gebautes Quartier. Aber wie sich im Gespräch mit Andreas Feldtkeller herausstellte, Weiterlesen

Zurück aus Kiel

Holtenauer Arkaden Kiel

Zurück aus Kiel von einem kurzen Vortrag mit lebhafter Diskussion beim NABU-Ausschuss für Siedlungsentwicklung, wie angekündigt. Danach war noch Zeit für einen Schlenker entlang der Holtenauer Straße, einem bedeutenden Wiederaufbau-Projekt nach dem zweiten Weltkrieg. Was mich besonders beeindruckte: Weiterlesen

Einladung zum NABU

screenshot NABU

Recht spontan fahre ich zum Naturschutzbund Deutschland NABU, genauer gesagt zu einem Treffen von dessen Fachgebiet Siedlungsentwicklung in Kiel. Nach einem Impulsvortrag von mir werden wir über Bauen, wo bauen und nicht bauen diskutieren. Dabei verrät schon die Webseite des NABU , dass hier die Diskussion „Innenentwicklung oder Außenentwicklung“ eine Rolle spielt, so wie vor kurzen in meinem (Streit-)Gespräch mit Roland Stimpel. Es gibt einen Zielkonflikt in der Debatte über guten Stadtwandel: Gegen Zersiedelung und für eine Stadt der kurzen Wege einzutreten, kann bedeuten, für Weiterlesen

Crowdfunding?

Auf meine Bitte an alle Nutzer, den Blog „Verbietet das Bauen“ zu unterstützen, die gestern im Überblick und Ausblick erschien, erreicht mich ein Hinweis von Klaus Mickus, der unter anderem Crowdfunding anregt. Es sei schwierig, so schreibt er, Nutzer punktuell „für die gute Sache zu gewinnen“, daher regt er an, Abo-Modelle einzuführen oder eben Crowdfunding.
Erstmal vielen Dank für den Hinweis, und in der Tat ging mir das Thema Crowdfunding durch den Kopf. Es eignet sich meines Erachtens aber eher für ein einzelnes, größeres Projekt, und da habe ich durchaus etwas im Sinn, Weiterlesen

100% Berlin zweckentfremdet

Titelschrift 100 Prozent Berlin

So titelte ich im Blog GEGEN Neubau in Berlin, doch die SPD schreibt nun von „100% Berlin“ FÜR Neubau.

„100% Berlin“ betitelte ich meinen Beitrag gegen Neubau nicht nur auf dem Tempelhofer Feld, sondern in ganz Berlin. Doch nun hat die SPD sich den Claim „ausgeborgt“ und nutzt ihn genau für die gegenteilige Forderung, nämlich das Tempelhofer Feld zu bebauen. Vielen Dank für den Hinweis an Georg Lengers, der außerdem darauf hinweist, wie täuschend ähnlich die Neubau-Fans Ihre Initiative benennen, und zwar „Tempelhofer Feld für alle“, fast so wie früher die Initiative „Tempelhof für alle“.
Überblick: Mehr zum Tempelhofer Feld.

Reise nach Tübingen

Tübingen Aixer Straße

Das Auto links im Bild darf nur kurz halten, aber nirgends im Französischen Viertel von Tübingen am Straßenrand parken – das ist eine der Besonderheiten des neuen Quartiers, das in vielem den alten Gründerzeitvierteln ähnelt.

Manchmal weiß ich, warum besonders viele Menschen diese Seiten und den Blog „Verbietet das Bauen“ anklicken, etwa wenn ich einen Beitrag in einer Zeitschrift veröffentlicht habe oder jemand hierhin verlinkt hat. Aber warum die Zahlen seit einigen Tagen so enorm steigen, ist mir unklar. Umso besser, wenn es um den aktuellen Rück- und Ausblick auf dem Blog geht, denn da wage ich ein Experiment: Offen und ehrlich erkläre ich dort, Weiterlesen

Verzeichnet, aber der Skandal bleibt

falsche Skizze

So sieht die ursprüngliche Skizze aus, die leider einen Fehler aufweist: der Häuserblock links ist kürzer, darum wird dort nicht abgerissen.

Eben einen Beitrag auf „Verbietet das Bauen“ gepostet zum Abriss von 20 Wohnungen im Prenzlauer Berg Berlin, da fällt mir doch glatt ein Fehler auf: entgegen Weiterlesen

Stockholm

Foto Altstadt Stockholm

Rechts die „Gamla stor“, die historische Altstadt von Stockholm, und links die Segnungen der Neuzeit.

Das soll kein Urlaubsbericht werden, aber zwei Bilder möchte ich dennoch zeigen, die selbst langjährige Beobachter der Zerstörung unserer Städte durch das Leitbild der „autogerechten Stadt“ schockieren: Direkt neben Weiterlesen

Osterpause

„Verbietet das Bauen“ macht eine kleine Urlaubspause.
Bloß keinen Neubau beim Osternest! Lieber das vom letzten Jahr wiedernutzen.
Es grüßt Daniel Fuhrhop

Stadtgewandelt: Bottrop und Berlin

Wissenschaftspark Gelsenkirchen

Für den Wissenschaftspark Gelsenkirchen entwarfen Kiessler + Partner dieses Gebäude.

Die schönen und wie schrecklichen Orte des Stadtwandels im Ruhrgebiet liegen dicht beieinander. Meine Fahrt für mehrere Gespräche der Reihe „Wahrheit beginnt zu zweit“ auf „Verbietet das Bauen“, die allerdings erst nach Ostern zu hören sein werden, führte mich in Gelsenkirchen in den Wissenschaftspark, wo auf dem früheren Gelände der Firma Rheinelbe ein wunderschönes Institutsgebäude entstand. Wie im Vorbericht zur Fahrt berichtet, ging es dann zum M:AI und zur Landesinitiative Stadtbaukultur NRW, und die planen ein Projekt gleich nebenan zu sogenannten „Schrottimmobilien“, Weiterlesen

Auf ins Ruhrgebiet und nach Berlin

Foto Alpincenter und Stahlwerk Bottrop

So wie hier in Bottrop stellt man sich das Ruhrgebiet vor: Im Hintergrund noch Schornsteine, doch davor auf der Halde der Wandel zur Freizeitgesellschaft mit dem Alpincenter.

Gleich zwei Fahrten stehen an, die neue Erkenntnisse und neues Hörfutter bringen sollen zum Stadtwandel in Zeiten des Klimawandels. Auf drei Gespräche für den Blog „Verbietet das Bauen“ hatte ich bereits hingewiesen, doch zuvor Weiterlesen

Stadtwandeln in Hamburg und Berlin

whg 909 Märkisches Viertel

Ursprünglich vom Architekten Ungers entworfen, modernisierte Architekt Gibbins mit dem Eigentümer Gesobau nun die Wohnhausgruppe 909 im Märkischen Viertel Berlin.

Zurück von Fahrten und Gesprächen in Berlin und Hamburg, wobei es auch an der Elbe um Berlin ging: Mit dem Architekten Gibbins sprach ich unter anderem über die Modernisierung im Märkischen Viertel, wo sein Büro mehrere Wohnhausgruppen betreut, etwa die 909, ursprünglich von Oswald Ungers entworfen, oder Weiterlesen

Überblick: Beiträge zu Leerstand

leere Räume

Wenn man fordert, das Bauen zu verbieten, muss man sagen, wo die Menschen Platz finden. Zum einen geht es dann darum, zusammenzurücken, wie im Text für die Berliner Zeitung beschrieben, oder im Film Platzverschwender vs. Bruno Taut. Zum anderen würden wir weit kommen, wenn der Leerstand beseitigt würde, den wir allerorten finden, in Büros und Industriebauten, Läden und Wohnungen.

Welche erprobten Mittel und welche Ideen es dafür gibt, zum Beispiel in den Niederlanden, schildert das siebte Kapitel im Buch „Verbietet das Bauen!“.

Auf dem Blog „Verbietet das Bauen“ ging es in einer Reihe um Leerstand und Mittel dagegen: Weiterlesen

Zurück aus Düsseldorf

KöBogen Düsseldorf

Die Schauseite von Shopping-Centern ist manchmal einladend gestaltet, aber sobald man zur Seite tritt, findet man Ödnis und Notausgänge. Um das aufzuhübschen, steht beim Kö-Bogen Düsseldorf etwas Kunst.

Eine Fahrt nach Düsseldorf führte mich zum Gespräch mit dem 88jährigen Architekten, Unternehmer und Stadtplaner Walter Brune, wie vorab berichtet. Es wird bald auf „Verbietet das Bauen“ zu hören sein und war, das darf ich ankündigen, sehr faszinierend. Es ist eine Sache, zu wissen, dass dieser Mann das gigantische Rhein-Ruhr-Zentrum entwickelt hat, später einsah, dass dies ein Fehler war, und heute engagiert gegen Shopping-Center Weiterlesen

Termin bei Walter Brune

Titelbilder Bücher Walter Brune

Täuschend ähnlich sehen die beiden Ausgaben von „Angriff auf die City“ aus, doch in einer der beiden wurden nach Intervention des Centerentwicklers ECE einige Stellen geändert. Rechts ein weiteres Buch von Walter Brune (und Holger Pump-Uhlmann) zum Thema Center am Beispiel des Centro Oberhausen.

Vom Entwickler des Rhein-Ruhr-Zentrums, eines riesigen Shopping-Centers fernab der Stadtzentren, wandelte sich Walter Brune zum Gegner von Centerentwicklern wie ECE und deren großen innerstädtischen Centern. Vom Saulus zum Paulus? Aber da gibt es ja noch die kleinen, integrierten Einkaufszentren wie die Kö-Galerie, die Brune Weiterlesen

Kommentare besser sichtbar

screenshot Verbietet das Bauen

Jetzt sieht man auf „Verbietet das Bauen“ die letzten Kommentare.

Als ehemaliger Print-Verleger musste ich mich an die Gepflogenheiten der Online-Welt erst gewöhnen. Schritt für Schritt kamen nun einige Nachbesserungen: Neulich die Blogroll erweitert (und seitdem einige Male erneut), dann wie berichtet Blog und Webseite überarbeitet. Ergänzend zu den neuen Überblicken sieht man auf Verbietet das Bauen in der Seitenspalte jetzt auch die letzten Kommentare.

Für weitere Arbeit an Blog und Webseite geht es hier zur Kaffeekasse.